Eier

Der Verbrauch liegt in Deutschland bei etwa 100 Frischeiern pro Kopf und Jahr. Noch einmal die gleiche Menge wird in Produkten wie Nudeln u.a. verarbeitet.

Kaufen Sie Eier und Geflügel nur aus Freilandhaltung. Eier aus Freilandhaltung erkennen Sie an der aufgedruckten „1“. Vorsicht: Manche Firmen versuchen den Verbraucher zu täuschen, indem sie auf der Verpackung von Käfigeiern idyllische Bauernhöfe abbilden. Leider dürfen sie das sogar mit gerichtlicher Billigung.

In Käfighaltung hat eine Henne weniger als ein DIN-A-Blatt Platz. Die EU hat die Käfighaltung ab 2012 verboten. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist Käfighaltung Tierquälerei. Die rot-grüne Bundesregierung hat deswegen die Käfighaltung schon ab 2007 verboten. Es ist der Agrarlobby aber mit Unterstützung einiger Landesregierungen (Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern) gelungen, dieses Verbot zu umgehen, indem sie geringfügig größere „Kleinvolieren“ verwenden.

80% der Verbraucher sind gegen Käfighaltung und inzwischen werden tatsächlich schon mehr als die Hälfte der Eier aus Freilandhaltung gekauft. Ganz anders sieht es bei Eierprodukten (z.B. Nudeln) aus. Die werden noch ganz überwiegend aus Käfigeiern hergestellt.

Bei Eiern mit dem Bio-Zeichen können Sie davon ausgehen, dass auch die Futtermittel aus biologischer Produktion stammen. Das Kraftfutter kann dann kein Gen-Soja enthalten und auch keine Rückstände von Pestiziden. Die Pestizide reichern sich bei der Verfütterung in den Tieren und damit auch in den Eiern an.

10 Eier aus Freilandhaltung erhalten Sie z.B. bei Lidl für 1,30 €. Das ist ein Aufpreis von 30%. Bio-Eier kosten etwa 100% mehr.