Fruchtsäfte

An Fruchtsäften werden in Deutschland in erster Linie Apfelsaft und Orangensaft gekauft. Orangensaft wird überwiegend aus Konzentrat hergestellt, das aus Brasilien importiert wird. Der Orangenanbau in Brasilien ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil von Kinderarbeit und intensiven Einsatz von Pestiziden. Apfelsaft kann aus heimischen Streuobstwiesen stammen, aber auch aus Intensivobstanlagen oder Importen aus Polen und China.

Kaufen Sie mehr Apfelsaft und weniger Orangensaft, wegen der Energiebilanz. Apfelsaft möglichst aus der Region mit kurzen Transportwegen. Alles spricht für Apfelsaft aus Streuobstwiesen: Er ist geschmacklich klar überlegen und Streuobstwiesen werden nicht mit Pestiziden behandelt. Mit dem Kauf tragen Sie vor allem auch zur Erhaltung unserer Landschaft bei. Schauen Sie genau aufs Etikett, ob der Saft wirklich nur aus Streuobst gemacht ist! Der Aufpreis beträgt etwa 20%.

Apfelsaft können Sie natürlich auch direkt beim Bauern kaufen oder ihn sogar selber machen. Der BUND vermittelt Obstwiesen und sagt Ihnen, wie`s geht.

Wenn Sie Orangensaft kaufen, dann nur aus fairem Handel. Der Aufpreis liegt bei erträglichen 50%. Orangensaft mit dem Fairtrade-Zeichen erhalten Sie z.B. bei Edeka (Pfanner) für 1,49 €, Apfelsaft aus Streuobstwiesen (Schlör) für 1,30 €.

Direktsaft (also nicht aus Konzentrat) ist lt. Stiftung Warentest nicht besser, nur teurer. Die umweltverträglichste Verpackung für Fruchtsäfte ist die Mehrwegflasche, aber nur dann, wenn der Weg von der Abfüllung nicht weiter als 50 km ist. Sonst ist Tetra-Pack günstiger