Schokolade

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Schokolade in Deutschland beträgt 10 kg/Jahr (= 100 Tafeln!)
Der Kakao für die Schokolade kommt überwiegend aus Westafrika, besonders hohe Qualitäten (Edelkakao) aus Mittelamerika. Kritische Hilfsorganisationen (Oxfam) berichten, dass vor allem an der Elfenbeinküste (größter Erzeuger) Kinder unter sklavenähnlichen Bedingungen in den Plantagen arbeiten müssen. Die Kinder werden aus den armen Nachbarstaaten „importiert“.

Kaufen Sie Markenprodukte wie Ritter, Milka oder Lindt. Diese Unternehmen arbeiten in der Welt-Kakao-Stiftung (WCF) mit, die das Problem der Kinderarbeit anzugehen versucht, z.B. durch Überprüfung der Zwischenhändler und Schulprojekte. Und sie haben uns glaubhaft dargelegt, dass sie darüber hinaus eigene Projekte angefangen haben, um ihren Kakao aus umwelt- und sozialverträglichem Anbau zu beziehen.

Denken Sie daran: Schokolade soll Genuß sein. Billigschokolade mit viel Zucker, Emulgatoren und Ersatzaromen sollten Sie sich nicht antun, auch Ihren Kindern und Enkeln nicht. Für 35 Cent kann man keine gute Schokolade herstellen. Hochwertige Schokolade besteht nur aus Kakao, Rohrzucker und Milch.

Wenn Sie noch mehr tun wollen, kaufen Sie Schokolade aus Fairem Handel (mit dem transfair-Zeichen). Der Weltmarktpreis für Kakao unterliegt starken Schwankungen. Transfair-Partner erhalten einen langfristig garantierten Preis (z.Zt. 1600 €/t), der in der Regel deutlich über dem Weltmarktpreis liegt, dazu eine Prämie für soziale Projekte (150 €/t) und einen Aufpreis für Bio-Qualität (200 €/t). Fair-Trade-Schokolade bekommen Sie heute schon für einen recht günstigen Preis im Supermarkt (z.B. für 1,19 € bei Lidl). Im Weltladen zahlen Sie mehr, unterstützen damit aber noch zusätzlich wertvolle Projekte.

Unser Vorschlag: Kaufen Sie gute, dafür weniger Schokolade und lernen Sie wieder zu genießen. Das Wichtigste dabei: Machen Sie nichts nebenher (Fernsehen!) und konzentrieren Sie sich ganz auf den Geschmack.