Tomaten

Tomaten aus deutscher Produktion (z.B. von der Reichenau) bekommen Sie von Juni bis Oktober. Das sind aber nur 6% des Verbrauchs (18 kg pro Kopf), das meiste kommt aus Spanien oder Holland. Das Problem v.a. der südeuropäischen Ware ist die hohe Belastung mit Pestiziden. Greenpeace fand 2005 in zwei Drittel der Proben Pestizidrückstände, in 17% sogar über den Grenzwerten. Außerdem ist bekannt, dass in Spanien für den Tomatenanbau in hohem Maße illegale afrikanische Wanderarbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesetzt werden.

Müssen Sie im Winter wirklich Tomaten, Paprika und Erdbeeren essen – im Geschmack minderwertig, mit Pestiziden belastet und teuer? Der erste Schritt sollte die Rückbesinnung auf saisonal verfügbares Obst und Gemüse sein („Saisonkalender“ unter www.cma.de). Äpfel, Feldsalat, Möhren und im Vorfrühling Radieschen liefern genügend Vitamine. Wenn Sie im Winter eine „Tomatenpause“ einlegen, schmecken sie Ihnen im Sommer wieder um so besser.

Im Sommer empfehlen wir Tomaten aus der Region (Reichenau), wo immerhin großflächig mit integrierter Produktion (Minimierung von Pestiziden) gearbeitet wird. In dieser Zeit sind auch deutsche Tomaten erschwinglich. Tomaten von der Reichenau erhalten Sie im Sommer z.B. auf dem Wochenmarkt oder bei Edeka. Gegenüber ausländischer Ware zahlen Sie einen Aufpreis von etwa 20%.

Inzwischen bekommt man auch im Supermarkt Bio-Tomaten. Diese kommen meist aus Spanien oder Israel. Bio-Tomaten waren in den Tests von Greenpeace und Ökotest durchweg pestizidfrei. Sie sind aber relativ teuer (Aufpreis ca. 100%)

Bio-Gemüse können Sie auch direkt beim Erzeuger einkaufen. Viele Bio-Gärtner machen das Angebot einer „Grünen Kiste“. D.h., sie liefern einmal in der Woche frei Haus eine Kiste voll Gemüse, je nachdem, was gerade anfällt.