Warum ist verantwortungsvolles Einkaufen wichtig?

Letztlich entscheidet der Verbraucher mit seinem Kauf darüber, was hergestellt wird und wie es hergestellt wird. Die meisten Verbraucher sagen, dass sie bereit sind, anständig hergestellte Waren zu bevorzugen - sie tun es aber nicht. Möglichst billig einkaufen und dann über die Folgen jammern, ist nicht sehr intelligent. Wir geben unsere Macht freiwillig an die großen Unternehmen ab.

Wir wollen Ihnen aufzeigen, worauf es beim Einkaufen ankommt, was wirklich wichtig ist. Wenn wir als Verbraucher unsere Kräfte bündeln und konsequente Forderungen stellen, werden die Unternehmen dem letztlich nachgeben. Dafür gibt es bereits zahlreiche Beispiele, z.B. aus den Bereichen Textilien und Sportschuhe.

Wenn wir eine gerechte Weltordnung wollen, reicht es nicht, die richtigen Politiker zu wählen. Wir müssen auch Druck ausüben, und das können wir jeden Tag mit unseren Einkaufsentscheidungen.

Was kostet verantwortungsvolles Einkaufen?

Wir vergleichen in der Regel mit Qualitätsmarken oder den Eigenmarken der Supermärkte. Die Billigmarken nehmen wir nicht als Referenz, da sie qualitativ nicht als Maßstab in Frage kommen.

Kostentabelle
Produkt
Verbrauch/
Kopf & Jahr
Aufpreis für
unsere Empfehlung
Summe
pro Jahr
Kaffee
6kg
 
 
- Fair Trade
 
40%
17€
Schokolade
10kg
 
- Markenqualität
-
-
Orangensaft
10l
 
 
- Fair Trade
 
50%
5€
Apfelsaft
12l
 
- aus Streuobst
30%
4€
Tomaten
18kg
 
 
- nur im Sommer
-10%
 
 
- aus der Region
 
20%
3€
Milch
67l
 
 
- Bio
25%
13€
Fleisch
60kg
 
 
- aus der Region
 
30%
144€
- weniger kaufen
-20%
 
 
Eier
ca. 100
 
- Freilandhaltung
30%
3€
Fisch
14kg
30%
40€
- MSC
 
- aus der Region
 

Für diesen Warenkorb geben Sie im Jahr 753 € aus, wenn Sie einen durchschnittlichen Verbrauch haben. Nach unseren Empfehlungen brauchen Sie 246 €, also etwa ein Drittel, mehr. Wenn Sie Ihren Fleischverbrauch, wie empfohlen, um 20 % senken, haben Sie noch Mehrausgaben von 20%. Das können die meisten verkraften. Und diese 20% bekommen Sie in Form von mehr Geschmack und höherer Qualität zurück.

Bedenken Sie, dass wir heute nur noch 18% unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. 1975 waren das noch 28%. Wir haben soviel Geld wie nie, sparen aber beim Essen an der Qualität, damit wir uns teure Handys, Autos und Flugreisen leisten können. Ist das nicht verrückt?